Vor einigen Jahren haben wir eine Wiese entbuscht und jedes Jahr passiert wieder das gleiche: Die Brombeeren im Boden bekommen Licht und schießen in die Höhe, dass man beim Wachsen fast zusehen kann. Lange Zeit haben wir ihnen dann mit dem Freischneider den Kampf angesagt, aber kaum war man gefühlte 3 Wochen nicht dran, sind auch schon wieder die Bäume in der Dornröschenhecke verschwunden. Zugegeben, mit den Jahren werden es weniger, bis man sie aber ganz befreit hat, kann es viele Jahre dauern.
Diesen Winter haben wir uns daher schweren Herzens dazu entschieden, vor dem Beginn der Brut- und Setzzeiten mal einen Mulcher zu nutzen. Damit wir aber möglichst wenig Kollateralschaden unter Igeln, Gartenschläfern und anderen Tieren mit Winterschlaf und Winterruhe anrichten, sind wir kurz vor der Aktion durch die Brombeeren gezogen und haben nach möglichen Kandidaten zum Umsetzen Ausschau gehalten. Diese haben sich aber zum Glück in den vorbereiteten Nistkästen und Totholzhaufen zurückgezogen, die wir auch extra belassen haben.

Nach einem halben Tag Arbeit mit dem Mulcher zwischen den Bäumen hatten wir dann eine Fläche, die noch ein wenig von den Reifenspuren bereinigt werden musste, um dann neu eingesät werden zu können.

Dafür haben wir eine regional passende Saat der Firma Rieger & Hoffmann genutzt und dann freihändig, aber hoffentlich auch gleichmäßig ausgesät.

Kräftemäßig hatte Suse damit den besseren Part und Tobi durfte die Saat dann mit der Walze andrücken. Hier merkt man dann, ob man sauber gearbeitet hat, denn die Walze muss man sonst über Berg und Tal ziehen. Merke, von oben nach unten, immer paralell zum Hang arbeiten, sonst schleppt man mehr Masse durch die Gegend, als man eigentlich muss.

Zu guter Letzt kam dann noch schön abgelagerter Pferdemist vom Hof Küther unter die Bäume, für deren Spende wir uns an dieser Stelle gerne nochmal bedanken möchten.

Nun hoffen wir mal auf den angesagten Regen und werden euch berichten, wie sich die Arbeit so entwickelt hat.

